Julia, Guya, Jennifer & Karolin: Die vier Gründerinnen von THE WEARNESS Online-Shop

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About us

Wer sind wir und warum haben wir THE WEARNESS gegründet? Erfahren Sie mehr zu uns und unserer Vision von einer nachhaltigen Modewelt.

JULIA ZIRPEL  

Erste Fashion-Momente sammelte Julia Zirpel früh. Sie wuchs zeitweise in Indien und Nepal auf und sah dort schon als Kind, wie kostbar Kleidung für viele Menschen ist. 

„Ich erinnere mich an den Ausdruck von Frauen, die sich endlich einen mühsam angesparten Sari überwerfen konnten. Ein neues Kleidungsstück verlieh ihnen Würde – es bedeutete etwas.“ 

Als Moderedakteurin und Fashion Director bei verschiedenen Zeitschriften wie Interview und Myself fiel ihr immer häufiger auf, das Mode zum Wegwerfartikel verkommt: Beiläufig gekauft, achtlos in den Kleiderschrank gehängt und schnell wieder entsorgt. Eine Tatsache, die die studierte Designerin nicht mehr hinnehmen wollte. Für Julia aber kein Grund, der Mode den Rücken zu kehren. Im Gegenteil: Sie beschloss, sich dem Thema noch intensiver widmen. 2017 entschied sie schließlich, modebewussten Kunden mit Umweltbewusstsein eine transparente Shopping-Alternative zu bieten und gründete the wearness – einen Online- Marketplace für nachhaltige, faire und hochwertige Mode und Beauty. Sie findet: "Wenn man über Luxus redet, muss man auch über Nachhaltigkeit reden".

Für Julia ist Fast Fashion auch ein ästhetisches Problem. Denn bei so günstiger Kleidung fragt sich keiner mehr: Was steht mir eigentlich? 

„Ich fände es großartig, wenn sich Menschen mit Mode, mit dem was zu Ihnen passt, aber auch mit der Herkunft eines Kleidungsstücks und seinem tatsächlichen Preis auseinandersetzen. Das fühlt sich am Ende viel besser an als blinder Konsum.“

GUYA MERKLE

„Not all that glitters is gold.“ Dass aus der Lebensweisheit ein Leitspruch werden kann, konnte Guya Merkle 2007 noch nicht ahnen. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters, wurde die Deutsche mit italienisch-belgischen Wurzeln zur Geschäftsführerin und Kreativ-Direktorin von Vieri, einem Haute Joaillerie-Unternehmen, das ihr Großvater 1939 gegründet hatte. Sie studierte am Gemological Institute of America, um alles über die Fertigung und das Geschäft von und mit Schmuck zu lernen. Aber bis zuletzt beschäftigte sie die entscheidende Frage, unter welchen Bedingungen wird Gold eigentlich gewonnen. Eine Reise nach Peru brachte Klarheit: In so genannten Small Scale- Minen arbeiteten Bergbauern und Kinder unter katastrophalen Bedingungen. Sie schürften das Gold per Hand, atmeten toxisches Quecksilber und hielten sich permanent in akut einsturzgefährdeten Minen auf. 

Für Guya Merkle war klar, dass sie mit Vieri so nicht weiterarbeiten würde. Sie entschied, nur noch fair geschürftes, ethisch einwandfreies Gold zu verwenden. Um „happy mining“ zum Standard zu machen, gründete die Entrepeneurin außerdem die Earthbeat Foundation – eine Stiftung, die sich für bessere Arbeitsbedingungen und angemessene Löhne für Goldschürfer einsetzt. Inzwischen arbeitet Sie ausschließlich mit recyceltem Gold. Guya Merkle glaubt fest an den Grundsatz von THE WEARNESS, dass Luxus und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen müssen.

JENNIFER DIXON 

Manchmal verändert ein Gespräch unter Kolleginnen die Sicht auf die Dinge – und am Ende vielleicht sogar die Welt. So erging es Jennifer Dixon 2017. Nach 14 Jahren bei einer Modezeitschrift und danach als Editorial Director bei einer Luxus-Plattform, realisierte sie: Es ging immer nur darum, tolle Mode an die Frau zu bringen. Ohne mal kurz durchzuatmen und darüber nachzudenken: Ist es nicht auch mal too much? Das Thema Nachhaltigkeit sei ihr lange überhaupt nicht, so wie vielen in der Branche, durch den Kopf gegangen – das räumt die studierte Modejournalistin heute gerne ein.

Erst bei einem Abendessen mit Julia Zirpel, fing sie an, die Produktionswege von Mode grundlegend zu hinterfragen und die Idee für the wearness entstand. 

„Je mehr ich mich in das Thema vertiefte, desto mehr faszinierte es mich. Mir war nicht klar, wie viele coole und fantastische Labels es da draußen gibt, die alles richtigmachen.“

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Mode, davon ist Jennifer Dixon heute überzeugt, wäre möglich, wenn nur alle mitmachen würde. Denn es gibt inzwischen so viele Alternativen, die einfach nur entdeckt werden müssen. Jeder Weg, der weg von Massenproduktion führt, ist der richtige Weg, da ist sich Jennifer sicher. Besonders wichtig ist dabei zu zeigen, wie edel, aber auch wie luxuriös Fair Fashion sein kann: „Für uns als Moderedakteurinnen hatte Nachhaltigkeit früher ein verstaubtes Image. Jetzt können wir anbieten, was wir selbst gerne tragen.“

KAROLIN HELOU 

Schließt man eine Tür, öffnet sich eine Neue. Nach 18 Jahren als Moderedakteurin beim Magazin Madame entschied sich Karolin Helou aufzuhören – und ihrer Leidenschaft für Mode einen neuen, tieferen Sinn zu geben: 

„Die Welt und vor allem die Modewelt hat sich einfach sehr verändert: Alles ist oberflächlicher geworden, Kreativität und Leidenschaft bleiben auf der Strecke.“

Als Tochter eines Syrers und einer in Venezuela und Peru aufgewachsenen Deutschen, sammelte sie schon in ihrer Kindheit Handwerkskunst und Textilien aus den unterschiedlichsten Kulturen der Welt. Die studierte Modedesignerin spielte schon länger mit dem Gedanken, traditionelle Handwerkskunst zu unterstützen und etwas Neues in diese Richtung zu entwickeln.

Ihre Freizeit verbringt Karolin am liebsten am und im Meer. Als passionierte Kite-Surferin bereist sie regelmäßig zusammen mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern die schönsten Surfspots weltweit. So sind die Verschmutzung der Meere und das Müllproblem eine wahre Herzensangelegenheit für sie geworden. Karolin war sofort überzeugt, als Julia Zirpel und Jennifer Dixon ihr die Idee zu THE WEARNESS vorstellten: Dieses Konzept spiegelt genau ihre Ideale wider. Als Teil von the wearness will sie dazu beitragen, die aktuelle Wahrnehmung von fairer und nachhaltiger Luxusmode verändern - ohne dabei auf Stil und Qualität zu verzichten. 

„Wir wollen etwas in den Köpfen der Menschen bewegen. Die Sensibilität in ihnen wecken auch mal zu fragen, wo die Sachen überhaupt herkommen, was für Rohstoffe verwendet werden und wie die Produktion funktioniert.“, erklärt Karolin.