WER WIR SIND, WAS WIR SIND. HIER IST UNSERE GESCHICHTE.

Es wird gerade viel über Nachhaltigkeit geredet, aber fair oder ökologisch produzierte Mode wird immer noch zu wenig gekauft. Nach wie vor haftet fair produzierter Kleidung ein verstaubtes Öko-Image an. Wir von "the wearness" wollen eine Shopping-Alternative bieten: Hier kann man fair, transparent und mit gutem Gewissen einkaufen - ohne auf Stil und Qualität zu verzichten! Wir lieben Mode. Als langjährige Modejournalisten haben wir miterlebt, wie sich die Branche in den letzten Jahren verändert hat. Über die Jahre ist sie immer schneller und kurzlebiger geworden. Kollektionen wechseln häufiger als je zuvor und der weltweite Textilverbrauch hat sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt. Immer mehr Kleidungsstücke wandern direkt vom Einkaufsregal in den Kleiderschrank und vom Kleiderschrank auf die Mülldeponie. Mode hat keine Bedeutung mehr für uns. Sie ist zu einer Wegwerfware geworden. Mit einem guten Gefühl oder persönlichem Ausdruck hat sie nichts mehr zu tun. Die dramatische Folge? Berge von ausrangierten Kleidungsstücken, die weit weg so billig wie möglich produziert wurden. Wie ein Kleidungsstück hergestellt wird, wer daran gearbeitet hat und unter welchen Bedingungen - das ist kaum noch nachvollziehbar. Fest steht, dass die Bekleidungsindustrie im Ranking der Umweltverschmutzer auf Platz zwei steht, gleich hinter der Ölindustrie. "the wearness" macht es Ihnen leichter, die richtigen Produkte auszuwählen. Wir arbeiten nur mit Labels und Designern zusammen, die ihr Geschäft mit Respekt für Mensch und Planet betreiben und unsere drei wichtigsten Kriterien erfüllen: großartiges Design, perfekte Qualität und nachhaltige Produktionsmethoden. Es ist nicht immer einfach zu erkennen, ob und warum ein Produkt überhaupt das Prädikat nachhaltig verdient. Deshalb verwenden wir zehn Icons für Nachhaltigkeit, um Labels und Looks zu überprüfen. Nur wenn eine Marke unsere Nachhaltigkeitskriterien erfüllt, bieten wir die Kollektionen zum Kauf auf "the wearness" an.

Sustainability Icons

Genauso wichtig bei der Auswahl der Produkte ist der ästhetische Ansatz. "Das größte Problem ist: kaufen, dreimal tragen, wegwerfen. Wir wollen das verhindern, indem wir den Kunden das verkaufen, was sie wirklich lieben." Und das funktioniert am besten, wenn die Artikel fair UND schön sind. Jedes Produkt, das es auf "the wearness" zu kaufen gibt, wird persönlich von uns ausgewählt.

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Julia Zirpel

Julia hatte ihre ersten Modemomente schon in jungen Jahren. Sie wuchs in Indien und Nepal auf und erlebte als Kind hautnah, wie kostbar Kleidung sein kann. "Ich erinnere mich an den Ausdruck der Frauen, die endlich einen Sari tragen konnten, für den sie so hart gespart hatten. Ein neues Kleidungsstück gab ihnen Würde - es bedeutete etwas."
Als Moderedakteurin und Fashion Director bei verschiedenen Magazinen fiel ihr immer mehr auf, dass Mode zum Wegwerfartikel geworden ist: Im Vorbeigehen gekauft, achtlos in den Kleiderschrank gesteckt und schnell wieder entsorgt. Eine Tatsache, die die studierte Designerin nicht länger hinnehmen wollte. Für Julia war dies jedoch kein Grund, der Mode den Rücken zu kehren. Im Gegenteil: Sie beschloss, sich dem Thema noch intensiver zu widmen. 2017 beschloss sie, modebewussten Kunden mit Umweltbewusstsein eine transparente Einkaufsalternative zu bieten und gründete "the wearness" - einen Online-Marktplatz für nachhaltige und hochwertige Mode und Beauty.
"Ich fände es toll, wenn sich die Menschen mehr Gedanken über Mode machen würden, über das, was ihnen steht, aber auch über die Herkunft eines Kleidungsstücks und dessen tatsächlichen Preis. Das fühlt sich am Ende viel besser an als blinder Konsum."

"Es ist nicht alles Gold, was glänzt." Guya Merkle konnte 2007 nicht ahnen, dass diese Erkenntnis zu ihrem Lebensmotto werden würde. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters wurde die Deutsche mit italienisch-belgischen Wurzeln Geschäftsführerin und Kreativdirektorin von Vieri, einem 1939 von ihrem Großvater gegründeten High-End-Schmuckunternehmen. Sie studierte am Gemological Institute of America, um alles über die Herstellung und das Juweliergeschäft zu lernen. Doch bis zuletzt beschäftigte sie sich mit der entscheidenden Frage, unter welchen Bedingungen Gold eigentlich abgebaut wird. Eine Reise nach Peru brachte Klarheit: In sogenannten Kleinminen arbeiteten Bergleute und Kinder unter katastrophalen Bedingungen. Sie förderten das Gold von Hand, atmeten giftiges Quecksilber ein und befanden sich permanent in akut einsturzgefährdeten Minen.
Für Guya Merkle war klar, dass sie mit Vieri so nicht weiterarbeiten würde. Sie beschloss, nur noch fair abgebautes, ethisches und recyceltes Gold zu verwenden. Um "Happy Mining" zum Standard zu machen, gründete die Unternehmerin außerdem die Earthbeat Foundation - eine Stiftung, die sich für bessere Arbeitsbedingungen und menschenwürdige Löhne für Goldgräber einsetzt. Guya Merkle glaubt fest an das Prinzip von "The Wearness", dass Luxus und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen müssen.

Guya Merkle

Jennifer Dixon

Manchmal verändert ein Gespräch unter Kollegen den Blick auf die Dinge - und am Ende vielleicht sogar die Welt. So erging es Jennifer Dixon im Jahr 2017. Nach 14 Jahren bei einem Modemagazin und dann als Redaktionsleiterin bei einer Luxusplattform wurde ihr klar: "Es ging immer darum, großartige Mode an Frauen zu bringen. Ohne tief durchzuatmen oder ein "Ist das nicht zu viel?" Das Thema Nachhaltigkeit kam ihr, wie vielen anderen in der Branche, lange Zeit nicht in den Sinn - was die Modejournalistin heute zugibt. Erst bei einem Abendessen mit Julia Zirpel begann sie, die Methoden der Modeproduktion grundlegend zu hinterfragen, und die Idee für "the wearness" war geboren. Jennifer Dixon ist nun überzeugt, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Mode möglich ist, wenn alle mitmachen. "Mir war nicht klar, wie viele coole und tolle Labels es da draußen gibt, die alles richtig machen." Jennifer ist überzeugt, dass jeder Weg, der weg von der Massenproduktion führt, der richtige ist. Besonders wichtig ist es ihr, zu zeigen, wie schön, aber auch wie luxuriös faire Mode sein kann: "Für uns als Moderedakteure hatte Nachhaltigkeit früher ein verstaubtes Öko-Image. Auf "the wearness" zeigen wir Mode, die wir selbst gerne tragen."

Wenn man eine Tür schließt, öffnet sich eine neue. Nach 18 Jahren als Moderedakteurin bei der Zeitschrift Madame beschloss Karolin Helou, aufzuhören - und ihrer Leidenschaft für Mode einen neuen, tieferen Sinn zu geben: "Die Welt und besonders die Modewelt hat sich verändert: Alles ist oberflächlicher geworden, Kreativität und Leidenschaft bleiben auf der Strecke."
Als Tochter eines Syrers und einer Deutschen, die in Venezuela und Peru aufgewachsen ist, sammelte sie schon in ihrer Kindheit Kunsthandwerk und Textilien aus den verschiedensten Kulturen der Welt. Die Idee, das traditionelle Kunsthandwerk zu unterstützen, hat die professionelle Modedesignerin schon lange im Kopf. Zudem liebt es Karolin, ihre Freizeit am und im Meer zu verbringen. Als leidenschaftliche Kitesurferin reist sie regelmäßig mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern zu den schönsten Surfspots der Welt. Die Verschmutzung der Meere und die Müllproblematik sind ihr eine Herzensangelegenheit geworden.
Beeinflusst von diesen beiden Passionen, war Karolin sofort überzeugt, als Julia und Jennifer ihr die Idee von "the wearness" vorstellten: Es war genau das, was ihren Idealen entsprach. Ihr Ziel: die aktuelle Wahrnehmung von fairer Mode zu verändern. "Wir wollen einen Umbruch in den Köpfen der Menschen bewirken. Sie dafür sensibilisieren, zu hinterfragen, woher die Dinge kommen, welche Rohstoffe verwendet werden und wie die Produktion funktioniert", erklärt Karolin.

Karolin Helou

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